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Softwareentwicklung mit KI: So arbeiten wir mit Claude Code

Thomas Grafenau10. Februar 20265 Min. Lesezeit

Was Claude Code ist

Claude Code ist ein KI-Werkzeug des Herstellers Anthropic zum Programmieren. Es arbeitet direkt im Projekt: Es liest den vorhandenen Code, schreibt neue Teile, führt Tests aus und schlägt Änderungen vor. Wir entwickeln damit individuelle Unternehmenssoftware für den Mittelstand, also für Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern in Österreich und Deutschland.

Dieser Artikel richtet sich nicht an Entwickler, sondern an die, die Software beauftragen: Geschäftsführung und IT-Leitung. Er beantwortet drei Fragen. Was beschleunigt die KI tatsächlich? Was bleibt beim Menschen? Und was bedeutet das für Laufzeit, Qualität und Preis Ihres Projekts?

Was die KI beschleunigt

Ein großer Teil der Arbeit in einem Softwareprojekt ist Schreibarbeit. Oberflächen, Formulare, Datenzugriffe, Schnittstellen zu bestehenden Systemen und die zugehörigen Tests folgen klaren Mustern. Diese Teile schreibt Claude Code nach unseren Vorgaben in einem Bruchteil der Zeit. Teile, die früher Tage gedauert haben, entstehen heute in Stunden.

Besonders viel Zeit spart die KI bei:

  • Code nach festgelegten Mustern: Masken, Listen, Datenzugriffe und Schnittstellen, sobald feststeht, wie sie aussehen sollen.
  • Automatischen Tests: Zu jeder Änderung entstehen Tests, die prüfen, ob die Fachlogik stimmt und ob Bestehendes weiter funktioniert.
  • Bestehendem Code: Die KI liest sich schnell in gewachsene Systeme ein und hilft, Zusammenhänge zu verstehen, bevor etwas geändert wird.
  • Umbauten: Muss eine Struktur geändert werden, setzt die KI die Änderung an vielen Stellen einheitlich um, abgesichert durch die vorhandenen Tests.

Was beim Menschen bleibt

Die KI schreibt Code. Sie weiß aber nicht, wie Ihr Unternehmen arbeitet, welche Ausnahmen es gibt und wer welche Daten sehen darf. Diese Fragen bleiben bei Menschen, und sie machen den Kern eines guten Softwareprojekts aus.

Bei uns liegen diese Schritte immer bei Menschen:

  • Anforderungen klären: mit Ihnen, an echten Beispielen aus Ihrem Alltag.
  • Festlegen, was gebaut wird: Fachlogik, Rechte und Rollen, Datenmodell.
  • Prüfen: Code-Review, Testlauf und eine Gegenprobe im echten Ablauf.
  • Freigeben: Erst nach dieser Prüfung geht eine Änderung live.
  • Verantworten: Für die Software im Betrieb gibt es einen festen Ansprechpartner, auch Jahre nach dem Start.
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Die KI arbeitet unter Aufsicht. Sie schreibt Code und Tests. Die Entscheidung, was davon in Ihre Software kommt, trifft ein Mensch.

Die Prüfkette: Tests, Review, Freigabe

KI-generierter Code ist nicht automatisch sicher. In einer Studie des Sicherheitsanbieters Veracode vom Juli 2025 enthielt KI-generierter Code bei 45 Prozent von 80 Testaufgaben eine Schwachstelle aus den OWASP Top 10, einer verbreiteten Liste der wichtigsten Sicherheitsrisiken in Webanwendungen. Code aus der KI ist also so sicher wie die Prüfung, die danach kommt.

Deshalb geht bei uns keine Änderung ohne drei Schritte live. Erstens automatische Tests: Jede Änderung kommt mit Tests, und alle bestehenden Tests müssen weiter durchlaufen. Zweitens Code-Review: Ein Mensch liest die Änderung und prüft, ob sie fachlich stimmt, sicher ist und zum Rest des Systems passt. Drittens Freigabe: Erst wenn Tests und Review bestanden sind und die Änderung im echten Ablauf geprüft wurde, geht sie in Betrieb.

Wie das über Jahre trägt, zeigt ein Fensterhersteller, dessen Software wir betreuen. Vertrieb, Aufmaß, Kapazitätsplanung, Service und Montage sowie die Weiterbildung laufen dort in einer gemeinsamen Software. Sie ist seit 2022 im täglichen Einsatz und wird jede Nacht mit dem ERP von 11 Standorten abgeglichen. Rund 6.000 automatische Tests sichern sie ab. 2026 sind dort in fünf Monaten vier große Module entstanden, und eine zugekaufte Fremdsoftware wurde abgelöst.

Was das für Laufzeit und Festpreis bedeutet

Die Zeit, die die KI beim Schreiben spart, verschwindet nicht einfach. Sie fließt in die Abstimmung mit Ihnen, in Tests und in die Prüfung, also in die Teile, die über den Betrieb entscheiden. Für Sie hat das zwei Folgen.

Erstens wird die Laufzeit kürzer. Eine kleine Fachanwendung ist nach der Analyse oft in vier bis acht Wochen im Einsatz. Größere Systeme entstehen in Etappen von jeweils einigen Wochen, damit die ersten Teile früh genutzt werden können.

Zweitens wird der Preis planbar. Wir arbeiten nicht nach Stunden, sondern zum Festpreis je Etappe. Der Festpreis entsteht nach einer bezahlten Analyse von ein bis zwei Wochen. Sie kostet 3.000 bis 6.000 Euro netto und wird bei Beauftragung voll angerechnet. Ohne verwertbares Ergebnis bekommen Sie das Honorar zurück. Als Orientierung, alle Beträge netto: Eine kleine Fachanwendung liegt meist zwischen 10.000 und 30.000 Euro, ein System für mehrere Abteilungen zwischen 30.000 und 90.000 Euro, ein unternehmensweites System beginnt bei 90.000 Euro.

Worauf Sie bei einem Anbieter achten sollten

Viele Anbieter werben heute mit KI. Für Sie als Auftraggeber ist nicht entscheidend, ob ein Anbieter KI nutzt. Entscheidend ist, wie er das Ergebnis absichert und wer dafür geradesteht.

Diese Fragen helfen bei der Einordnung:

  • Wer prüft den Code, den die KI schreibt, und wie ist das nachvollziehbar?
  • Gibt es zu jeder Änderung automatische Tests, und laufen sie vor jeder Freigabe?
  • Wem gehört der Quellcode, und ist das vertraglich geregelt?
  • Wo läuft die Software, und wer behält die Hoheit über Infrastruktur und Daten?
  • Wer ist nach dem Start für Betrieb und Wartung zuständig?

Bei uns gehört der Quellcode Ihnen. Die Software läuft bei Ihnen im Haus oder in einem Rechenzentrum in Österreich. Betrieb und Wartung mit Updates, Überwachung und festem Ansprechpartner beginnen bei 300 Euro im Monat.

Code aus der KI ist so sicher wie die Prüfung, die danach kommt. Deshalb entscheidet ein Mensch, was live geht.

Wenn Sie ein Softwarevorhaben planen und wissen möchten, wie es mit dieser Arbeitsweise aussehen würde, sprechen wir gern darüber. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten und ist kostenlos. Danach wissen Sie, ob sich individuelle Software für Sie lohnt und was sie ungefähr kostet.

Ihr Vorhaben

Sie haben einen konkreten Fall? Wir ordnen ihn ein, ohne Verkaufsgespräch.

Beschreiben Sie kurz, worum es geht. Thomas Grafenau schaut sich an, ob und wie daraus Software wird, die im Betrieb läuft: eine ehrliche technische Einschätzung, kein Pitch.

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